• Interkulturelle Umweltmentoren

    Multiplikatoren für mehr Umweltschutz in Heilbronn

    Umweltschutz geht uns alle etwas an. Schließlich wollen wir ja noch eine ganze Weile etwas von unserem schönen Planeten haben. Die Stabsstelle Partizipation und Integration der Stadt Heilbronn hat aus diesem Grund Ehrenamtliche zu Interkulturellen Umwletmentoren qualifiziert.
     
    Aufgabe der Mentoren ist es unter anderem, Menschen mit Zuwanderungs- oder Fluchtgeschichte für das Thema Umweltschutz dauerhaft und flächendeckend zu sensibilisieren. Denn durch unterschiedliche kulturelle Hintergründe kann auch ein unterschiedliches Bewusstsein für Umweltthemen gegeben sein. Deshalb ist es wichtig, den Zugang zu umweltfreundlichen Strukturen zu ermöglichen und Wege zu zeigen, wie zu Hause bewusst mit Müll, Wasser und Strom sparsam umgegangen werden kann - letztlich hilft das nicht nur der Natur, sondern auch dem eigenen Geldbeutel.
     
    Schritt für Schritt zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz
     
    Die Interkulturellen Umweltmentoren wurden von Januar bis März 2019 in mehreren Modulen für ihre Aufgabe qualifiziert. Sie sollen z. B. Neuzuwanderern das deutsche System in ihrer Muttersprache verständlich erklären, Hintergründe erläutern und persönlich über einen Fragebogen Tipps vermitteln sowie auf Beratungsstellen verweisen. Ziel ist es, den eigenen Umgang mit dem Thema zu reflektieren und zu lernen, den Alltag umweltfreundlicher zu gestalten. Manchmal genügt es schon Kleinigkeiten zu ändern und in den Alltag zu integrieren. Sei es der Verzicht auf Plastiktüten oder dass man während dem Duschen das Wasser abstellt, wenn man sich gerade einseift. Probieren Sie es doch einfach mal aus!
     
    In der ersten Qualifizierungsrunde wurden arabisch und türkisch sprechende Ehrenamtliche qualifiziert. Bei entsprechendem Interesse soll der Lehrgang auch für weitere Sprachen angeboten werden.
     
    Sie haben Fragen zu den Umweltmentoren? Dann rufen Sie an unter Telefon 07131 56-4460 oder kontaktieren Sie die Stabsstelle per E-Mail.
     
    Gefördert wird das Projekt der Interkulturellen Umweltmentoren von der Stuttgarter Heidehof Stiftung GmbH. Weitere Partner sind die Entsorgungsbetriebe der Stadt Heilbronn, die Stabsstelle Stadtentwicklung & Zukunftsfragen sowie die Energieagentur Heilbronn.
     
     
    Bildbeschreibung
     
  • Die Umweltmentoren setzen sich für mehr Umweltbewusstsein ein!

    Die Interkulturellen Umweltmentoren sind seit der Beendigung ihrer Qualifizierung im März 2019 richtig fleißig gewesen und haben an zahlreichen Projekten mitgewirkt. Eine Auflistung über deren Einsätze und ihr Engagement zu den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz wollen wir Ihnen anbei geben:
     
     
    Zusammenarbeit mit Finep (forum für internationale entwicklung + planung e.V.)
    Die Umweltmentoren haben gemeinsam mit finep in einem Ideen-Workshop zahlreiche Möglichkeiten diskutiert, wie in Heilbronner Haushalten Bildungsbotschaften noch besser und wirkungsvoller verankert werden können.
    Finep erstellt zum Beispiel in Zusammenarbeit mit den Interkulturellen Umweltmentoren Beratungstaschen. Diese enthalten zahlreiche wichtige und interessante Informationen und Materialien zu den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
     
    Vortag von NourEnergy zum Thema Plastikfasten
    Am 11. März 2019 lud die Stabsstelle Partizipation und Integration zu einem Vortrag zum Thema Plastikfasten ein. Der Verein NourEnergy zeigte mit seinem Impulsvortrag, wie das Thema auch in Heilbronn umgesetzt werden kann. Außerdem wurde über Erfahrungen mit der Aktion "Plastikfasten im Ramadan", die vor einigen Jahren in muslimischen Communities initiiert wurde, berichtet.
     
    Inspiriert durch diesen Vortrag begannen einige Kirchengemeinden auch in ihren Gemeinschaften Impulse zu setzen, um die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der christlichen Fastenzeit zu verankern.
     
     
    Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden
    Nicht nur in den eigenen Religionsgemeinschaften sind die Umweltmentoren aktiv. Während der christlichen Fastenzeit vom 6. März bis 18. April 2019 haben die Vertreter verschiedener Gemeinschaften Impulse zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz gesetzt.
     

    Aktionen auf Bundesebene (Plastikfasten)
    Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) hat während der Fastenzeit unter #plastikfasten dazu aufgerufen, in den sozialen Medien Erfahrungen, Tipps und Ideen rund um einen Alltag ohne Plastik zu teilen. Auch die Umweltmentoren haben sich an den Aktionen beteiligt und zur Teilnahme am Plastikfasten motiviert. Und wenn man mal angefangen hat, ist es eigentlich ganz einfach...
     
     

    Bildbeschreibung
    Zusammenarbeit mit Moscheen und Vereinen beim Plastikfasten

    Am 15. Mai 2019 (im muslimischen Fastenmonat Ramadan) fand in der Türkischen Gemeinschaft e.V. unter dem Motto "Bring deinen Becher mit!" ein plastikfreies Fastenbrechen mit über 100 Gästen statt. Daran beteiligten sich nicht nur die Mitglieder der Türkischen Gemeinschaft, sondern auch Angehörige anderer Religions-gemeinschaften und Kirchen sowie Vertreter von Umweltverbänden und weitere Interessierte.
    Jeder Gast brachte an diesem Abend seinen eigenen Becher oder sein eigenes Glas mit. Ziel der Aktion war es zu zeigen, dass Veranstaltungen auch ohne Plastik organisiert werden können und damit die Nutzung von Einweggeschirr zu verringern.
     
    Putz-Demo
    Eine private Initiative aus der Südstadt Heilbronns initiierte für den 2. Juni 2019 eine Putz-Demo um so ihrer Forderung nach mehr Umweltbewusstsein Ausdruck zu verleihen. Auch Interkulturelle Umweltmentoren haben sich der Demo angeschlossen um gemeinsam mit den Initiatoren Müll aufzusammeln und so ein Zeichen gegen Umweltverschmutzung zu setzen.
     

    Bildbeschreibung
    Zusammenarbeit mit der Lokale Agenda
    Am 7. Juni 2019 fand die Nachhaltigkeitsinsel auf dem Heilbronner Kiliansplatz statt. Die Interkulturellen Umweltmentoren haben diesen Tag mit unterschiedlichen Aktionen mitgestaltet.

    Ein Bodenplakat hat zum Beispiel über die Folgen von Umweltverschmutzung durch Müll aufmerksam gemacht, der sich an Stränden und im Meer ablegt. Mit Frage-Antwort-Karten konnten sich vorbei laufende Passanten über Umweltschutz und Nachhaltigkeit informieren. Zudem standen die Interkulturellen Umweltmentoren Interessierten für Fragen zur Seite.