Mobilität in Heilbronn
Biberach, Böckingen, Frankenbach, Heilbronn (Kernstadt), Horkheim, Kirchhausen, Klingenberg, Neckargartach, Sontheim

Mobilitätskonzept Heilbronn 2030

Entwicklung des Nachfolgers des Gesamtverkehrsplans 2005 zur Fortschreibung der Verkehrsentwicklung in Heilbronn.

ThemaMobilität & Verkehr, Kinder & Jugendliche
ZeitraumSommer 2016 bis Frühjahr 2019
ZielgruppeAlle Bürgerinnen und Bürger sowie Besucherinnen und Besucher der Stadt Heilbronn.

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
offen
  • Informationen

    Bildbeschreibung
    Um die Verkehrsentwicklung der Stadt Heilbronn fortzuschreiben, soll in den nächsten zwei Jahren ein Mobilitätskonzept entwickelt werden. Dieses Konzept soll als Nachfolger des Gesamtverkehrsplans 2005 erstellt werden und zeigt die gesamtstädtische Entwicklungen der letzten Jahre sowie eine definierte Zielvorstellung für das Jahr 2030. Mit dem Mobilitätskonzept soll die zukünftige Verkehrsstrategie der Stadt Heilbronn definiert und zukunftssicher festgelegt werden. Dies wird die Grundlage für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung sein. Bei der Erarbeitung dieses Konzepts sind Leitgedanken und Zielsetzungen verschiedener vorhandener Konzepte eingeflossen.
     
    Sowohl die Zielsetzungen des Klimaschutzkonzepts als auch die Ergebnisse der Stadtkonzeption, die Ziele des Radverkehrsplans, die Überlegungen der Fußwegekonzeption, die Ausrichtung des Nahverkehrsplans sowie die Mobilitätsbefragungen der Stadt und der Hochschule wurden bei der Erarbeitung mit berücksichtigt und beachtet.
     
    Es ist ein fünf-phasiger Ablauf geplant. Die Erstellung des Mobilitätskonzepts wird im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Großen Wert legt die Klimaschutzinitiative dabei auf die ganzheitliche Betrachtung aller Verkehrsträger und Nutzergruppen. Wichtige Schwerpunkte liegen dabei auf der Förderung des Umweltverbunds (ÖPNV, Rad, Fuß) und der mittel- bis langfristigen Reduzierung der CO2-Emissionen. Dies soll durch gezielte Maßnahmen und Handlungen im Verkehrssektor erreicht werden. Damit verbunden ist die Verbesserung der Lebensqualität sowie das Erlangen langfristiger Vorteile für Wohnen, Wirtschaft und Beschäftigung.
     
    Nach der Analyse der Ist-Situation sollen verkehrspolitische Ziele festgelegt werden. Anschließend werden Szenarien entwickelt und daraus ein Handlungs- und Maßnahmenkonzept erarbeitet. In der letzten Phase wird ein Umsetzungskonzept entwickelt, dieses priorisiert und Maßnahmenbündel geschnürt. Der gesamte Ablauf soll im Dialog mit der Stadtpolitik, den Interessenvertretern, der Bürgerschaft sowie der Verwaltung erfolgen. Für das Mobilitätskonzept als Klimaschutzteilkonzept wurde beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ein Fördermittelantrag gestellt und bewilligt.
     
Phase 4

Bürgerinformationsveranstaltung

06.02.19

In der dritten Bürgerinformationsveranstaltung zum Mobilitätskonzept Heilbronn 2030 erhalten die Bürgerinnen und Bürger die neusten Informationen zum Projekt. Vorgestellt werden die entwickelten Szenarien sowie verschiedene Maßnahmen zur Umsetzung der verkehrspolitischen Ziele für die Stadt Heilbronn.
 
Das Mobilitätskonzept befindet sich derzeit in der vierten von insgesamt fünf Phasen. Die Informationsveranstaltung umfasst die dritte und vierte Phase.

Weitere Phasen ansehen

  • Ergebnisse

    Bis Juli 2017 fanden Veranstaltungen in den Stadtbezirken Biberach, Böckingen, Frankenbach, Neckargartach und Sontheim statt. Zusätzlich wurden schriftliche Bürgerbefragungen in allen Stadtteilen durchgeführt, um auch hier Rückmeldungen aus der Bevölkerung zu erhalten wie die zukünftige Mobilität in Heilbronn aussehen soll. Bei den nun vorliegenden ersten Ergebnissen der Bearbeitungsphasen eins und zwei wurden vor allem ökologische, soziale sowie ökonomische Aspekte berücksichtigt.
     
    Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass bei der Aufstellung des Mobilitätskonzepts in Heilbronn die nachfolgenden vier Handlungsansätze als verkehrspolitische Ziele im Sinne von Leitzielen gemeinsam erarbeitet und am 25.01.2018 durch den Gemeinderat beschlossen wurden:
    • Sozial: Sicherstellung der Mobilität für jeden Einzelnen und der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsarten und in allen Stadträumen,
    • Ökonomisch: Sicherstellung der Erreichbarkeit von Heilbronn als Oberzentrum für alle Verkehrsarten und Verkehrszwecke,
    • Ökologisch: Schaffung eines umweltverträglichen Verkehrs durch Stärkung der Inter-/Multimodalität und durch eine Reduzierung des Anteils des motorisierten Individualverkehrs (MIV),
    • Institutionell: Bildung von Akteursnetzwerken für Diskussion, Planung, Realisierung und Controlling.
     
    Auf Grundlage dieser beschlossenen Ziele sowie durch die Anregungen des projektbegleitenden Arbeitskreises und der Bürgerinnen und Bürger wurden weitere detailliertere strategische Ziele für das Mobilitätskonzept 2030 abgeleitet:
    1. Lebenswerte Stadt
    2. Mobil zu Fuß
    3. Mobil mit dem Rad
    4. Mobil mit Bus und Bahn
    5. Nachhaltige, vernetzte, neue Mobilität
    6. Mobil mit dem PKW
    7. Optimierung der Wirtschaftsverkehre
    8. Mobilitätsmanagement
    9. Öffentlichkeitsarbeit
     
    Mit Hilfe dieses aufgestellten verkehrspolitischen Zielsystems soll, im Hinblick auf die Anforderungen aus dem Klimaschutzteilkonzept und den gesellschaftlichen Entwicklungen, eine Änderung des Modal Split zugunsten des Umweltverbunds bewirkt werden, so dass sich die verkehrsbedingten CO2-Emissionen mittel- bis langfristig reduzieren lassen. Die Phasen I + II, Analyse der Ist-Situation und Festlegung der verkehrspolitischen Ziele sind mit dem aktuellen Arbeitsstand abgeschlossen.
     
    In den weiteren Phasen III-V werden folgende Punkte bearbeitet:
    • Entwicklung eines Referenz- und eines Klimaschutzszenarios 2030
    • Erstellung eines Handlungs- und Maßnahmenkonzeptes
    • Umsetzungskonzept, Priorisierung, Maßnahmenbündel
     
    Am 22. Februar 2019 endete die Beteiligungsphase. Nun werden die Anregungen in den Maßnahmenkatalog eingearbeitet.