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Stadtweit

Fortschreibung des Märkte- und Zentrenkonzepts

Das Märkte‐ und Zentrenkonzept dient der zielgerichteten und nachhaltigen Einzelhandelssteuerung auf gesamtstädtischer Ebene. Ein wesentlicher Aspekt ist der Schutz und die Stärkung zentraler Versorgungsbereiche.

ThemaBauen & Wohnen, Familie Gesellschaft & Soziales, Kultur & Freizeit, Mobilität & Verkehr, Stadtplanung & Stadtentwicklung, Wirtschaft & Arbeit
Zeitraum01.01.20 bis 31.12.21
ZielgruppeEinzelhändler*innen und Bewohner*innen der Stadt Heilbronn

informelle Beteiligunginformelle Beteiligung
offen
  • Worum geht es bei dem Vorhaben?

    Die Stadt Heilbronn setzt bereits seit Jahren auf eine Steuerung der Einzelhandelsentwicklung durch das Märkte- und Zentrenkonzept, das Entwicklungsräume aufzeigt und den Einzelhandel auf definierte Gebiete in der Stadt lenkt. Das geltende Märkte- und Zentrenkonzept für die Stadt Heilbronn stammt aus dem Jahr 2002 und wurde mit einer Fortschreibung für ein Teilgebiet im August 2004 durch den Gemeinderat beschlossen. 
     
     
    Bildbeschreibung
    Seitdem hat sich die Stadt Heilbronn städtebaulich weiterentwickelt und konnte ihre Stellung als bedeutender Wirtschafts-, Einzelhandels-, Wohn- und Kulturstandort für die Region Heilbronn-Franken weiter ausbauen. Dieser positiven Entwicklung stehen überregionale Trends und Herausforderungen des Einzelhandels - wie z. B. die wachsende Bedeutung des Onlinehandels - entgegen. Des Weiteren haben sich die rechtlichen Anforderungen an kommunale Zentrenkonzepte erheblich erhöht, sodass auch das Märkte- und Zentrenkonzept der Stadt Heilbronn in der Fassung von 2004 rechtlich angreifbar geworden ist.
     
    Um den Handelsstandort Heilbronn weiterzuentwickeln und zur strategischen Positionierung des Oberzentrums Heilbronn im regionalen und überregionalen Wettbewerb, wird eine Fortschreibung des Märkte- und Zentrenkonzepts notwendig. Mit der vorliegenden Gesamtfortschreibung wird das Märkte- und Zentrenkonzept außerdem an aktuelle rechtliche Regelungen angepasst.
     
     

    Zielsetzung des Märkte- und Zentrenkonzepts

     
    Das Märkte‐ und Zentrenkonzept dient der zielgerichteten und nachhaltigen Einzelhandelssteuerung auf gesamtstädtischer Ebene. Ein wesentlicher Aspekt der Einzelhandelssteuerung ist der Schutz und die Stärkung zentraler Versorgungsbereiche: Durch die Konzentration wichtiger Einzelhandelsbetriebe innerhalb der zentralen Versorgungsbereiche können diese nachhaltig gestärkt werden. Dies setzt jedoch die Ermittlung nahversorgungs‐, zentren‐ und nicht-zentrenrelevante Sortimente voraus, die im Rahmen des Märkte‐ und Zentrenkonzepts festgelegt werden. Zur Sicherung der Nahversorgung werden - ergänzend zu den zentralen Versorgungsbereichen - Nahversorgungsstandorte definiert.
     
    Bildbeschreibung
    Ferner stellt auch die Sicherung des jeweiligen Baugebietscharakters eine legitime Zielsetzung der Einzelhandelssteuerung dar. Durch den generellen bzw. gezielten Ausschluss von Einzelhandel in Gewerbegebieten können diese für das produzierende und verarbeitende Gewerbe gesichert werden. Darüber hinaus sollen im Rahmen des Märkte‐ und Zentrenkonzepts ebenfalls die Möglichkeiten und Perspektiven der Weiterentwicklung des Einzelhandels herausgearbeitet und standorträumlich eingeordnet werden.
     
    Das Märkte- und Zentrenkonzept ist eine informelle Planungsgrundlage ohne rechtliche Bindungswirkung gegenüber Dritten. Durch einen Beschluss des Gemeinderates wird diese informelle Planungsgrundlage zu einem Entwicklungskonzept gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB und ist damit im Rahmen der Bauleitplanung als Abwägungsgrundlage zu berücksichtigen.
     
    Die Einzelhandelsanalysen und die Konzepterstellung des Märkte- und Zentrenkonzepts wurden durch einen interdisziplinären Arbeitskreis fachlich fundiert begleitet. Die Ergebnisse dieser Arbeitskreissitzungen flossen anschließend in die endgültige Berichterstellung ein.
     
 

Informationsveranstaltung

Zweites Halbjahr 2020

Im zweiten Halbjahr 2020 soll eine freiwillige und informelle Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung auf Stufe 2 (Einbringen von Meinungen) durchgeführt. Hierfür ist zunächst eine Informationsveranstaltung geplant. Direkt daran anschließend soll das fortgeschriebenen Märkte- und Zentrenkonzept einen Monat lang öffentlich ausgelegt werden. Während dieser Zeit können Bürger/innen und Betroffene Stellungnahmen abgeben. Nach Beschlussfassung wird das fortgeschriebene Märkte- und Zentrenkonzept entsprechend der Leitlinien veröffentlicht.
 
 
 

  • An wen kann ich mich bei Fragen zum Vorhaben wenden?

    Planungs- und Baurechtsamt
    Herr René Karle
    Telefon: 07131 56-3282